Kurz gesagt: Hook-Rate = 3-Sekunden-Videowiedergaben ÷ Impressionen × 100. Sie misst, welcher Anteil der Menschen, die ein Video-Ad sehen, mindestens drei Sekunden dranbleibt – also ob der Einstieg den Scroll stoppt.
Was die Hook-Rate misst
Im Feed entscheidet sich in den ersten Sekunden, ob jemand stehen bleibt oder weiterscrollt. Die Hook-Rate übersetzt diesen Moment in eine Zahl. Sie sagt nichts darüber, ob jemand kauft – aber ohne guten Einstieg sieht niemand den Rest des Videos.
Oft wird die Hook-Rate mit der Thumb-Stop-Rate gleichgesetzt. Manche Teams messen den Thumb-Stop mit kürzeren Wiedergaben, etwa zwei Sekunden auf TikTok. Wichtig ist nur, dass ihr innerhalb eines Kontos immer dieselbe Definition verwendet.
Die Formel
Hook-Rate (%) = 3-Sekunden-Videowiedergaben ÷ Impressionen × 100
Rechenbeispiel: Eine Anzeige hat 10.000 Impressionen und 2.500 Wiedergaben von mindestens drei Sekunden. 2.500 ÷ 10.000 × 100 = 25 % Hook-Rate.
Hook-Rate im Meta Ads Manager anlegen
Meta zeigt die Hook-Rate nicht als fertige Spalte. Ihr legt sie einmal als benutzerdefinierte Kennzahl an:
- Im Werbeanzeigenmanager über „Spalten“ die Spalten anpassen.
- „Benutzerdefinierte Kennzahl erstellen“ wählen.
- Formel eingeben: 3-Sekunden-Videowiedergaben ÷ Impressionen, Format Prozent.
- Speichern und die Spalten als Vorlage sichern, damit die Kennzahl in jedem Bericht erscheint.
Die genauen Bezeichnungen können je nach Konto leicht abweichen. Im TikTok Ads Manager nutzen viele die 2-Sekunden-Videoaufrufe geteilt durch Impressionen.
Hook-Rate und Hold-Rate zusammen lesen
Die Hold-Rate zeigt, ob jemand nach dem Einstieg auch dranbleibt. Verbreitet ist die Formel ThruPlays ÷ Impressionen; ein ThruPlay ist bei Meta eine Wiedergabe bis 15 Sekunden oder bis zum Ende kürzerer Videos. Manche Teams teilen stattdessen durch die 3-Sekunden-Wiedergaben. Erst beide Werte zusammen sagen, wo ein Video verliert:
| Hook-Rate | Hold-Rate | Was das meist bedeutet |
|---|---|---|
| hoch | niedrig | Der Einstieg verspricht etwas, das der Rest nicht hält. Story und Tempo prüfen. |
| niedrig | hoch | Der Inhalt trägt, der Einstieg nicht. Neue Hooks auf denselben Hauptteil testen. |
| niedrig | niedrig | Der Ansatz passt nicht zur Zielgruppe. Angle und Botschaft neu denken. |
| hoch | hoch | Das Video funktioniert. Jetzt CTR und Conversions prüfen und skalieren. |
Was ist eine gute Hook-Rate?
Einen allgemeingültigen Richtwert gibt es nicht. Die Hook-Rate hängt von Plattform, Platzierung, Branche und Zielgruppe ab und davon, ob ihr neue Menschen oder bestehende Interessenten ansprecht. Aussagekräftig ist der Vergleich mit euren eigenen Anzeigen: Welche Variante liegt über dem Durchschnitt eures Kontos? Am saubersten testet ihr mit demselben Hauptteil und unterschiedlichen Einstiegen.
So verbessert ihr die Hook-Rate
- Bewegung in der ersten Sekunde: ein Schnitt, eine Geste, ein Produkt, das ins Bild kommt.
- Das Problem sofort benennen – gesprochen und als Text im Bild, weil viele ohne Ton schauen.
- Das Ergebnis zuerst zeigen und danach erklären, wie es dazu kam.
- Direkt ansprechen: eine Person, die in die Kamera spricht, statt Logo oder Intro.
- Mehrere Hooks pro Video drehen und gegeneinander testen.
Bei uns folgt jedes Video dem Aufbau Hook, Story, Call-to-Action, und die Hook steht im Skript an erster Stelle. Wie wir Hooks und Skripte entwickeln, zeigt die Seite Strategie, Hooks & Skripte. Was UGC grundsätzlich ausmacht, erklärt der Artikel Was ist UGC?.
Häufige Fragen
Was ist die Hook-Rate?
Der Anteil der Menschen, die ein Video-Ad mindestens drei Sekunden lang ansehen, gemessen an allen Impressionen. Sie zeigt, wie gut der Einstieg eines Videos funktioniert.
Wie berechnet man die Hook-Rate?
3-Sekunden-Videowiedergaben geteilt durch Impressionen, mal 100. Im Meta Ads Manager legt ihr dafür eine benutzerdefinierte Kennzahl an.
Was ist der Unterschied zwischen Hook-Rate und Hold-Rate?
Die Hook-Rate misst, ob jemand stehen bleibt. Die Hold-Rate misst, ob jemand dranbleibt – meist über ThruPlays, also Wiedergaben bis 15 Sekunden oder bis zum Ende.