Ratgeber

Was ist UGC? Bedeutung, Formate und Beispiele

UGC steht für User Generated Content. Für Marken heißt das heute meist: Videos, die wie eine echte Empfehlung wirken – aber gezielt für Ads produziert werden.

Von Nicole Marie Tripes · · 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: UGC (User Generated Content) sind Inhalte, die aussehen, als hätte sie ein echter Kunde erstellt: Hochformat, nahbar, ohne Werbe-Look. Marken setzen UGC-Videos vor allem als Anzeigen auf TikTok, Instagram und Meta ein, weil sie dort wie eine Empfehlung wirken und nicht wie Werbung.

UGC: Bedeutung

Ursprünglich meint User Generated Content alles, was Nutzer selbst veröffentlichen: Bewertungen, Fotos, Unboxing-Videos, Kommentare. Im Marketing hat sich der Begriff verschoben. Wenn Marken heute von UGC sprechen, meinen sie meist Videos von UGC Creators: Menschen, die im Auftrag einer Marke Content im Stil echter Nutzer produzieren. Die Marke bekommt die Videos samt Nutzungsrechten und spielt sie über die eigenen Kanäle oder als Anzeige aus.

Der Unterschied zu Influencer-Marketing: Bei UGC zählt nicht die Reichweite des Creators, sondern das Video selbst. Es läuft auf den Kanälen der Marke, nicht auf dem Profil des Creators.

Warum UGC funktioniert

  • Es passt in den Feed. Hochformat, Handy-Look, eine Person, die direkt in die Kamera spricht – so sieht der Inhalt aus, den Menschen auf TikTok und Instagram ohnehin schauen.
  • Es wirkt wie eine Empfehlung. Eine Person erzählt von ihrer Erfahrung mit einem Produkt. Das schafft Vertrauen, das klassische Werbung schwerer erreicht.
  • Es lässt sich testen. Ein Dreh liefert mehrere Einstiege und Varianten. In den Zahlen sieht man schnell, welcher Ansatz trägt.

Die wichtigsten UGC-Formate

FormatWas passiertPasst gut zu
Talking HeadEine Person spricht direkt in die Kamera: Problem, Lösung, Ergebnis.Apps, SaaS, erklärungsbedürftige Produkte
TestimonialErfahrungsbericht nach einiger Zeit Nutzung.Supplements, Beauty, Gesundheit
UnboxingDas Produkt wird ausgepackt und zum ersten Mal ausprobiert.E-Commerce, Mode, Gadgets
TutorialSchritt für Schritt zeigen, wie etwas funktioniert.Beauty, Software, Küche
FacelessHände, Produkt und Voice-over, kein Gesicht.Produkt im Fokus, schnelle Varianten
CoupleZwei Personen im Dialog oder im Alltag.Reisen, Dating-Apps, Haushalt
LocationDreh vor Ort, oft mit Drohne und Fotos.Hotels, Gastronomie, Reisen

Wo UGC-Videos laufen

Die meisten UGC-Videos werden als Anzeige eingesetzt: auf Meta (Facebook und Instagram), TikTok und YouTube Shorts. Dazu kommen organische Posts, Produktseiten im Onlineshop, Pinterest und Newsletter. Anzeigen lassen sich auch über das Profil des Creators ausspielen – bei Meta heißt das Whitelisting, bei TikTok Spark Ads.

Wie ein gutes UGC-Video aufgebaut ist

  1. Hook: Die ersten ein bis drei Sekunden entscheiden, ob jemand weiterscrollt. Eine Frage, ein überraschendes Bild, ein klar benanntes Problem.
  2. Story: Problem, Erfahrung, Lösung – konkret und glaubwürdig statt Werbesprache.
  3. Call-to-Action: ein klarer nächster Schritt, etwa ansehen, testen oder bestellen.

Wie gut der Einstieg funktioniert, zeigt die Hook-Rate.

Wann sich UGC für Marken lohnt

UGC lohnt sich vor allem, wenn ihr regelmäßig Anzeigen schaltet und laufend neue Creatives braucht, wenn euer Produkt Erklärung oder Vertrauen braucht, oder wenn ihr in mehreren Sprachen und Märkten werbt. Wer nur gelegentlich ein Imagevideo braucht, ist mit einer klassischen Produktion oft besser bedient.

Wir haben für mehr als 300 Marken über 2.000 UGC-Videos produziert. Beispiele nach Branche findet ihr in unseren Cases, wie wir UGC-Videos produzieren, auf der Seite UGC-Videos & Ads.

Häufige Fragen

Was bedeutet UGC?

User Generated Content: Inhalte, die aussehen, als hätte sie ein echter Nutzer erstellt. Im Marketing sind damit meist Videos von UGC Creators gemeint, die im Auftrag einer Marke entstehen.

Was ist der Unterschied zwischen UGC und Influencer-Marketing?

Bei Influencer-Marketing bezahlt ihr für Reichweite auf dem Profil des Creators. Bei UGC bekommt ihr das Video und die Nutzungsrechte und spielt es über eure eigenen Kanäle oder als Anzeige aus.

Wem gehören die Rechte an UGC-Videos?

Die Marke erhält die vereinbarten Nutzungsrechte. Wofür, wo und wie lange ein Video genutzt wird, wird je Projekt festgelegt.

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